Das geht ja nun wirklich nicht. Eine Million Euro für 300 m Radweg. #Scheißradfahrer aber auch!
"..an einer Stelle, an der es wenige Radler und Probleme gibt."
"Bergauf .. stadtauswärts ist ein gem. Geh-/Radweg geplant, inkl. Sicherheitsstreifen 3 m breit. Stadteinwärts fallen alle 27 Parkplätze weg, der Gehweg wird von 1,30 auf 1,80 m verbreitert. Die Radfahrer – laut Messungen 250 täglich bei 7.500 Autos – fahren im Verkehr mit."
"FDP, CDU und eine Bürgerinitiative haben versucht, die Pläne – Teil des .. Radfahrkonzepts für die Stadt – zu stoppen. SPD und Grüne haben sich durchgesetzt."
Also alles wie immer.
Der Grünen-OB-Kandidat stabil:
"Wir machen solche Maßnahmen nicht für diejenigen, die jetzt schon Rad fahren, die kommen klar. Wir machen sie für die Kinder, Ältere oder Gelegenheitsradfahrer. Die werden das Rad öfter nutzen, weil wir die Sicherheit erhöhen"
Mehr braucht man zu diesem #Lückenschluss nicht sagen.
Hört, hört!
LE-BENS-GE-FÄHR-LICH!!!1!
Aus dem Anriss: "Die geplanten Kurzzeit-Parkplätze vor der Kita halten sie für lebensgefährlich."
Seltsam. Im Artikel selbst taucht das Schlagwort gar nicht auf, und auch das, was näherungsweise gemeint ist, klingt anders:
"Die Autos blockierten den fließenden Verkehr, das Aussteigen sei riskant und bei Gegenverkehr fast unmöglich – und bei zwei Kindern kaum zu schaffen."
Die Überschrift des Artikels im ersten Post wurde geändert.
Aus
"Nur 300 Meter für eine Million Euro: Muss dieser teure Radweg in Bielefeld sein?"
wurde
"Sogar Radfahrer schütteln den Kopf: Muss dieser Radweg in Bielefeld wirklich sein?"
Ja, ich Radfahrer (und Autofahrer und Tramfahrer und Zugfahrer und sogar Fußgänger) schüttle den Kopf. Allerdings über die Berichterstattung, nicht den Lückenschluss.
Macht euch selbst ein Bild:
https://maps.app.goo.gl/GN8VsKNKUPEMS9186
Rechts soll ein schön breiter Geh-Radweg entstehen, links die Parkplätze entfallen und der Gehweg verbreitert werden. Blickrichtung ist bergauf/stadtauswärts.
DIE KAMPAGNE MUSS WEITERGEHEN!!!1!
Die Gegner des Umbaus zur Verbesserung von Fuß- und #Radverkehr ziehen vor Gericht, und allein daraus baut die völlig neutrale und absolut nur zuschauende #NWnews ein
"Kosten gehen in die Millionen: Straßenumbau in Bielefeld wird gestoppt"
(die Kosten kratzen an einer (1!) Million, und gestoppt wird da Stand jetzt gar nichts).
Ich könnt kotzen. Was soll das?!
Zu den Kosten, die "IN DIE MILLIONEN" gehen:
In einem früheren Artikel wurde das so beschrieben:
"Die Förderanträge sind gestellt, so Lewald, im Sommer erhofft er sich grünes Licht für bis zu 75 Prozent der zwischen 750.000 und einer Million Euro teuren Bauarbeiten."
Sprich: Auf die Stadt kommen Kosten zwischen 187.500 und 250.000 € zu. Den Rest tragen Land und Bund, wenn ich es recht verstanden habe.
Eine kurze Einordnung. Das #Johannistal in #Bielefeld ist cdu-FDP-Hochburg. Meine Frau - gebürtige Bielefelderin - beschrieb mir die Siedlung, zusammen mit dem Ortsteil Hoberge-Uerentrup, den man über besagte Straße erreicht, als "da wohnen die Reichen".
Das sind nicht nur Anwälte, sondern auch Verkehrsplaner!
"[Anwalt Ellersiek:] auf der anderen Straßenseite, sei der neue 2,5-Meter-Geh-/Radweg überdimensioniert, „denn da geht nun wirklich fast nie jemand lang“."
Zu den "fast niemand", die gezählt 250 Radfahrende ggü. 7500 Autofahrende wären...
Früher klang das noch so:
"Genutzt werde das #Johannistal von täglich zwischen 250 und 440 Radfahrern (Messung aus März 2022). Ein erheblicher Teil nutze dabei widerrechtlicherweise Gehwege – unter anderem daraus ergebe sich die Notwendigkeit des stadtauswärts geplanten neue Geh-/Radweges, es gebe spürbar ein Bedürfnis nach einer vom Autoverkehr getrennten Wegeführung."
"Ein Antrag der FDP, den Umbau der Straße Johannistal zu stoppen, hat am Donnerstag im Rat keine Mehrheit gefunden. Zur Ratssitzung war auch bekannt geworden, dass beim Verwaltungsgericht Minden ein Eilantrag gegen die fahrradgerechte Umgestaltung der Straße eingegangen ist."
Verhinderer, sammelt euch!
"Für xy (AfD) ist das Vorhaben Beispiel für ein „weltfremdes rot-grün-rotes Elitenprojekt“."
Da musste ich kurz lachen.
Was für
!
Ivonne Michel, ihrerseits Redakteurin bei #NWnews für Schulthemen, hat einen mütterlichen Kommentar zum #Johannistal-Umbau geschrieben.
"Ja, das geplante Stückchen wäre ein netter Lückenschluss. Aber muss wirklich nicht sein. Da gibt es deutlich wichtigere Baustellen in der Stadt. Und vor allem auch nicht für so viel Geld."
Lass mal sein. Das machen wir nicht. Leg das Förmchen mal zurück.
Sie wollen nicht verstehen!
Michel:
"Radfahrer kommen dort mit etwas Rücksicht und gutem Willen wunderbar zurecht, so der Tenor von Lesern und Radler, die die Strecke regelmäßig nutzen. Für die wenigen Sekunden Fahrtstrecke ist kein roter Teppich nötig"
Die Grünen dazu:
"Wir machen solche Maßnahmen nicht für diejenigen, die jetzt schon Rad fahren, die kommen klar. Wir machen sie für die Kinder, Ältere oder Gelegenheitsradfahrer. Die werden das Rad öfter nutzen, weil wir die Sicherheit erhöhen"
Und weiter gehts.
"Überraschende Wende nach Klage gegen #Johannistal-Umbau in #Bielefeld"
Ja klar, "Wende". Mein lieber Scholli.
Das Verwaltungsgericht in Minden hat sich für nicht zuständig für die Klage erklärt, weil ein Planfeststellungsverfahren nötig ist. Und sowas macht das Oberverwaltungsgericht in Münster. Dorthin wurde die Klage verwiesen.
That's it. That's the "Wende".
Natürlich verfasst vom #Schlägerangriff
Herr Schläger von der #NWnews hat zwar ansch. keine Ahnung von den Bedürfnissen des #Radverkehr|s in #Bielefeld, aber einen direkten Draht zum Berliner (!) Anwalt eines Anwohners, der den fahrradfreundlichen Umbau des 300-m-Abschnitts der Ausfallstraße #Johannistal verhindern will.
Eigentlich ist mit "Umbau verschiebt sich auf 2026" alles gesagt. Weil nämlich die #Jöllenbecker alternierend hierzu umgebaut wird (wegen Umleitungen relevant).
Wisst ihr, wo in #Oslo die Vision-Zero-Umbaumaßnahmen ins Stocken geraten waren? In den Reichenvierteln.
Und frag mal in Hamburg-Blankenese nach, inwieweit die Bewohner bereit sind, die Straßen fußgänger- und radfahrerfreundlich umzugestalten.
Es wundert mich überhaupt nicht, dass jetzt im Johannistal so ein Bohei gemacht wird.
"Michael, deine Überschrift stimmt doch so gar nicht. Hau mal ein bisschen weniger auf die Kacke!"
Michael: *hmpf* *überschrift änder*
"Kosten in Millionenhöhe: Gericht soll Straßenumbau in Bielefeld stoppen"
@edit: und nochmal geändert:
"Gericht soll millionenteuren Straßenumbau in Bielefeld stoppen"
https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/24037064_Kosten-in-Millionenhoehe-Gericht-soll-Strassenumbau-in-Bielefeld-stoppen.html € (gleicher Artikel)
@datenhalde Wie wärs damit: die Fahrbahn wird für Autofahrer gesperrt und ein reiner Radweg. Die Parkplätze dürfen dafür aber bleiben. Dann dürfen die Autofahrer mal ihren "netten Lückenschluss" durchdiskutieren
Das würde enden wie mit jeder Fahrradstraße, Kfz-frei.
Ist aber ohnehin nur ein Gedankenexperiment. In der Johannistalsiedlung wohnt eine kleine, aber lautstarke und gut vernetzte Elite, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen würde, wenn man dort, sagen wir, einen Modalfilter installieren würde.
@datenhalde Das Problem sitzt eben hinter dem Lenkrad. Und je größer das Auto, desto größer das Problem hinter dem Lenkrad.
@datenhalde Clickbait-Praktikanten wissen, was Carbrains lesen wollen.
@patrislav Das ist unfair echten Clickbait-Praktikanten gegenüber. Was wir im vorliegenden Fall beobachten, ist ausgewachsene Redaktionsarbeit.
13.2.2024, 2.3.2024, 9.10.2024: Kurt Ehmke
6.11.2024, 7.2.2025, 8.2.2025: Michael Schläger
20.9.2024: Sylvia Tetmeyer
14.1.2025, 3.2.2025: Ivonne Michel
Sylvia ist wieder dran.
@edit: Kurts Artikel vergessen https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/23959003_Umstrittener-Strassenumbau-Wird-Buergerprotest-in-Bielefeld-jetzt-erfolgreich-sein.html €
#Bielefeld #Johannistal #Kampagne
@datenhalde diese Kostenfrage kenne ich genauso aus Kassel. Natürlich wird sie nie beim Bau von KFZ-Infrastruktur gestellt, denn das ist ja richtiger und notwendiger Verkehr und kein Freizeitspaß.
@datenhalde Meine Güte, begrünt den Radweg, pflanzt dort Bäume und Stauden und ihr werdet sehen, es fahren sogar noch weniger dort mit dem Rad. Oder die Straße weg und, welch Wunder, keine Autos mehr. Die checken es nicht, oder?