die #Flüchtlinge, "des verändert ja auch die Innenstadt hier, und des Zusammenleben funktioniert nicht so wie wenn man des a bissel außerhalb hat." (Stammtischler)
ja, die Innenstadt ist gar nicht mehr so ausgestorben und öde mit den Flüchtlingen, gell? das kennen wir ja gar nicht mehr, das ist beängstigend wenn Leute einfach so in der Innenstadt rumgehn. wir lieben unsere Tradition, und die Tradition sind sterbende Innenstädte.
während die Flüchtlinge, die sind ja neu hier, die wollen schauen wie das alles funktioniert, was man machen kann, wollen mit Leuten reden und das Land kennenlernen.
"Flüchtlinge die in Deutschland anerkannt sind müssen die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen und eine eigene Bleibe finden." (Karin Kekulé, Moderator, zu BR: Isabella Kroth)
die offizielle Überzeugung ist, daß Migranten sich so schnell wie möglich integrieren müßten, und
das ginge am besten durch eine zügige und vollständige Vermischung mit den bestehenden Milliös.
das ist das Idealbild.
die Realität ist, daß sie aber schwer Wohnungen finden, weil es sowieso zu wenige gibt und ihnen niemand eine vermieten will. Realität ist, daß sich separierte Communities/ #Gemeinschaften bilden, weil Menschen in ähnlichen Situationen, mit gleichen Erfahrungen zusammenstreben, weil sie sich besser verstehen und gegenseitig helfen können. und sie finden sich typischerweise
in Vierteln zusammen, wo billiges und wenig genormtes Leben möglich ist, also eher nicht gleich in der Einfamilienhaussiedlung am Stadtrand.
Es sind eher die Plattenbauviertel und die maroden Ecken der Innenstädte, wo das einstige kleinteilige Stadtleben auf dem Rückzug ist.
Diese Viertel werden dann leicht zum Slum und No Go Area, wenn sich für die weitere Begleitung der vielfältigen #Neubürger niemand mehr zuständig fühlt, sobald sie das #flüchtlingsheim #Übergangswohnheim verlassen haben.
ganz zu schweigen von denen, deren Status nicht geklärt ist und die seit Jahren zwischen #asylheim und unregistrierten Aufenthalten tingeln.
die Idee #Loesung #Nr045 ist, daß sie eben in den Heimen weiter wohnen bleiben. nur daß das dann mehr als Heime sind; es sind eine Art Gated Communities, Dörfer und Stadtviertel wie #Chinatowns
Wenn da also diese Flüchtlings-Städte sind, müssen es sehr viel weniger von ihnen sein; nicht jeder Landkreis wird dazu verdonnert, ein Kontingent aufzunehmen,
sondern es sind Ortschaften, die sich dazu entschließen, ihren Weiterbestand eben mit vermehrt Flüchtlingen zu sichern, und auch neu entstehende #Siedlungen in den berühmten verödenden Gegenden oder als Arbeitersiedlung einer Werksniederlassung usw.
Wer, in ganz Europa, ein Interesse an einer #Ansiedlung von Menschen hat, gründet eine Chinatown für Flüchtlinge.
dabei werden die Bewohner, wie überall sonst, weitgehend selbstorganisiert sein;
zusätzlich zur Arbeit in nahen Unternehmen soll sich eine 'mitgebrachte', subsistentielle Kleinwirtschaft entwickeln. alles unter einer gemeinschaftlichen Regie, die soziale und ökonomische Standards wahren soll.
Natürlich gibt es auch Alteingesessene, und es gibt Niederlassungen der üblichen Ämter, mit einem besonderen Fokus auf #Integration in die Landeskultur.
...dabei ist doch 'Gemeinschaftsunterkunft' ein schönes Wort, Gemeinschaft wird das Schlagwort für noch viel mehr Dinge als nur das Wohnen in den nächsten Jahren. die Flüchtlinge sind sogesehn Pioniere der gesellschaftlichen Gemeinschaft. wir werden bald alle in Kasernen wohnen, in Kantinen essen, in Gemeinschaftsbüros arbeiten, uns in Kleiderkammern einkleiden... über die, im Grunde dieselbe Politik schimpfen, tun wir ja eh schon alle.