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@afelia

2. Im Vorstand der Piratenpartei hat sie selbst erlebt und gelernt, dass Politikersprech notwendig ist, um nicht ungewollte Schlagzeilen durch einen unüberlegten Nebensatz zu ermöglichen. Denn: Redaktionen machen aus kommerziellen Druck heraus gerne Schlagzeilen.

3. Viele Parteien bevorteilen Reiche und Unternehmen - z.B. Dienstwagenprivileg. Merkwürdigerweise gibt es keine Vermögenssteuer für Superreiche, weil fälschlicherweise die Mittelschicht meint, sie wäre betroffen

@afelia

4. Demokratiebildung fehlt an Schulen. Ihr Projekt Aula ermöglicht das durch verbindliche Teilhabe an der Schulgestaltung. Meistens steigt die Selbstwirksamkeit der Schüler.

5. Migration, Migration, Migration - wir wissen aus der Wissenschaft, dass die Themen der Extremen, die sie besetzen, nur ihnen dienen, selbst wenn Merz den Zahnarzttermin nicht bekommt, obwohl das an fehlenden Infrastruktur-Investitionen und weniger an den Migraten liegt.

@afelia

6. Der Mindestlohn ist zu niedrig, nicht das Bürgergeld zu hoch. Menschen können/dürfen nicht unter einem Mindestniveau leben. Populismus und Radikalismus entstehen bei einer sehr sichtbaren, sehr großen Schere zwischen arm und reich. Wir brauchen vor allem geteilten Besitz insbesondere einen öffentlichen lokalen Sozialraum für den man nichts bezahlen muss.

@afelia

7. Wir haben breite demokratische Instrumente - Wählen ist nur eins davon. Direkte Demokratie oder liquide Demokratie sind für bestimmte Themen toll. Außerdem müssen wir uns mehr einbringen, z. B. durch das Schreiben von Briefen an die Abgeordneten(büros).

8. Jeder kann in der Demokratie mitmachen schon morgen.

@zlasha @afelia direkte Demokratie ist die Hölle- Bürgerbegehren Hebeln mit ihrer populistischen Anlange eben oft, zu oft, den Willen des Wählers aus.

@vgoller @afelia Ich teile deine Sorgen. Ich lese gerade Afelias „die neue Schule der Demokratie“ und sortiere gerade die Argumente für meine Meinung neu. Ohne Demokratiebildung sehe ich das ähnlich kritisch, aber Afelia differenziert das in der kurzen Radioantwort schön aus und schränkt es auf einfache Themen wie „Rauchverbot in Kneipen“ oder „Tempolimit auf Autobahnen“ ein. Da kann ich mir das auch vorstellen. Bei anderen Themen nicht.

@zlasha @afelia wenn das auf bestimmte Themen reduziert wird, wirkt es aber eben wie ein Trostpflaster. Warum nicht mal das richtig machen (repräsentative Demokratie), was sich im Kern bewährt hat? Nur so ein Gedanke.

@vgoller @zlasha Es ist kein Trostpflaster. Verschiedene Demokratische Prozesse sind gut geeignet für verschiedene Arten von Fragestellungen. Die Wahl des richtigen Werkzeugs ist entscheidend.

@vgoller ich habe @afelia so verstanden, dass dann Liquid Democracy genau dafür da ist, damit jede:r Demokrat:in individuell entscheiden kann, a) in welcher Entscheidung er:sie und b) von wem er:sie repräsentiert wird.

Engagierte Menschen könnten in allem direkt mitentscheiden, weniger engagierte könnten per Rückgriffsfall über ein ultimatives Repräsentstionsmandat vertreten werden.

VHG 🇪🇺🇺🇦

@zlasha @afelia da ist aber mindestens ein fundamentaler Denkfehler drin. Denn anzunehmen, das die Breite der Wähler Zeit, Fähigkeit und Lust haben sich in der nötigen seriösen Tiefe in Themen einzuarbeiten, bleibt zu bezweifeln. Es führt eher zu neolibertärem Lobbyismus durch die IT affine Bubbel, fürchte ich

@vgoller @zlasha @afelia
...Der heikle Punkt bei ist das oft vermutete 'dumme Volk' das dann alle populistischen Dinge machen würde.
Genau das ist, warum die für direkte sind. Weil sie eben damit rechnen, das Volk zu manipulieren.
Wir wir spätestens seit Trump sehen, funktioniert aber auch in den gegenwärtigen sehr gut.
Direkte Demokratie würde undemokratische Umtriebe, in Scheindemokratien u.ä.ausschalten,

@vgoller @zlasha @afelia
zusätzlich dazu, dass sie einfach demokratischer ist, als die repräsentative.
Die würde zu einem alltäglich erfahrbaren Gefühl, zusammen mit der Aufgabe würde das Bewusstsein, die für wachsen.
Muss ja nicht jede bei jedem Thema mitmachen, reicht völlig nach Interessenslage, wenn die wirklich die Bevölkerung spiegelt.
Um auszuschließen gibt es Regeln und Verfahren...
gibt's nur als Ehrenamt.

@Hans_Kastell @zlasha @afelia sorry, aber das halte ich für eine Illusion. Die Teilhabe wird nur eine Elite von Aktiven wahrnehmen. Und das ist auch nicht mehr demokratisch als unser heutiges System. Idealismus führt nicht zu besseren Verhältnissen, Prakmatismus schon.

@vgoller @Hans_Kastell @zlasha Was willst du denn pragmatisch erreichen? ZIELE? Woraus bilden sich deine Ziele? Etwa aus deiner IDEOLOGIE? (Spoiler: ja.)

@afelia @Hans_Kastell @zlasha wie sagt die beste Ehefrau von Allen immer: Großbuchstaben sind anbrüllen mit Text.
Ich habe zum Ausdruck gebracht, das ich von Basisdemokratie und Liquiddemokratie nicht viel halte, das ich die bestehende repräsentative Demokratie für besser halte. Kein Grund mich anzuschreien oder als Ideologen zu beschimpfen.

@vgoller @afelia @Hans_Kastell

Lies es eher als Auszeichnung, wie eine Betonung, wenn nicht alles in Versalien steht.

Vielleicht muss mensch sehen, was Demokratiebildung mit Schüler:innen macht, um zu verstehen, dass es Beteiligungsformen bedarf, die Selbstwirksamkeit ermöglichen, um erlernten Hilflosigkeit zu vermeiden. Auf mich wirkt das nämlich gerade zu wenig selbstbewusst, eben: hilflos.

@zlasha @afelia @Hans_Kastell Auszeichnung? Jetzt wirds albern.
Aber ja, ich sage ja nicht, das Schüler das nicht lernen können. Nur hab ich bei Bürgerbegehren auch schon gebildete Schüler mit demokratischer Grundhaltung gesehen, die gedankenlos die Argumente der Populisten verbreiteten. Ich glaube, das basisdemokratische Mittel nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führen. Kann sein das ich zu misanthropisch bin. Aber vielleicht auch nicht.

@vgoller @Hans_Kastell @zlasha Jeder hat irgendeine Ideologie. Jeder Mensch hat Werte. Da ist nichts Verwerfliches dran. Wenn du irgendwas richtig oder falsch findest, gut oder schlecht, hast du eine Ideologie.