Die Aurora-App alarmierte um 2 Uhr nachts eine Wahrscheinlich von 54%, bei wolkenlosem Himmel, Nordlichter zu sehen.
Und 15 Minuten später 56%. Bei wolkenlosem Himmel wohlgemerkt.
Bewölkung war aktuell 100%.
Bekam Alarm und App nicht unter Kontrolle und musste gesamte App deinstallieren.
Nordlichter gesehen: null.

Wenn der rechts sagt, und links, dann höre man tunlichst auf Maps!
Das war die große Straße.
Aber nee, der Navi hat gesagt...
Der Navi hat uns dann mit dem abgebrochenen Gepäckträger 120 km (da war dann keine (!) Abzweigung mehr) über einen teilweise nur aus Löchern bestehenden Waldweg ohne Haus und ohne Tankstelle (!) geschickt. Selbstverständlich gab es dazu auch Gewitter.
Jetzt sind wir Peterson (ohne Findus) begegnet, der erzählt, seit 2 Wochen sei hier niemand vorbeigekommen.

Wenn man plötzlich die Ober-, statt die Rückseite vom Topcase sieht, ist der Gepäckträger gebrochen... mitten im Nirgendwo.
Behelfsmäßiges Schienen mit jungen Birken (dummerweise keine Säge oder Astschere im Gepäck...) unter misstrauischer Beobachtung durch ein junges Rentier.

Bei 10 Grad, Nebel und Regen komme ich zu der Überzeugung, dass dies eine gute Gegend für Urlaub im Wohnmobil ist.

Man sieht hier viele Menschen mit viel Gepäck und angestrengtem Gesicht auf dem Fahrrad.
Ja, Fahrrad, nicht E-Bike.
Sie strampeln die Berge hoch, kämpfen auf den freien baumlosen Weiten mit dem Wind und machen das scheinbar freiwillig.
Wenn man grüßt, grüßen sie nicht zurück, ich nehme an, sie haben keine Kraft mehr. Aber das macht bestimmt ein schlankes Bein.

Dummerweise waren wir am .
Nordkap ist Mordkap...
Ich meine , ich wollte ja gar nicht dahin...
Meine Idee war das nicht...
, , keine Bäume mehr, keine Sträucher, ungeschütze freie Hochplateaus, nur man muss sich immer wieder sagen, wir sind ja hier im Urlaub.
Haben wir überstanden, kann weitergehen.

Wir erkennen, dass wir in sind zunächst an den Preisen.
Die scheinen knapp, daher sind hier massenhaft auf der Straße verteilt.
Und Löcher in der Straße.
Dafür legen sie landschaftlich noch einen drauf...

Rentiere sind ziemlich dumm. Sie knuspern rechts und links der Straße, dann schlendern sie ein Stück auf der Straße, dann wechseln sie die Seite und drehen sofort wieder um.
Völlig unberechenbar.
Eben kämpften zwei spielerisch auf der Straße und ein dritter stand auf drei Beinen in der Kurve und kratzte sich mit dem 4. hinterm Ohr.
Wenn es mal nicht regnet, ist das Panorama spektakulär.

Das , dachten wir, gibt es hier in 2 Varianten, wenig Regen und viel Regen. Aber es gibt noch eine 3. Variante, sehr viel Regen.
Motoröl findet man im Lebensmittel-Geschäft zwischen dem Spülmittel und dem Orangensaft.
Die fährt .
Und das 1. war weiß und stand mitten auf der Straße.

Pro Finne gibt es einen See und pro See ca. 3 Radarkameras.
Die Finnen sind ein kommunikatives Völkchen und ignorieren dabei völlig Sprachbarrieren. Sie reden dann etwas lauter, was das Problem meiner Meinung nach nicht löst.
Lernen somit viel finnisch, verstehen alles. Eine Hand in Kniescheibenhöhe und "Enduro brumm brumm" (Der Gesprächspartner war früher in Jugendzeiten Motocross-Fahrer).

Finnland scheint vor allem aus Bäumen und einer Anhäufung von Doppel-Vokalen zu bestehen.
ii, ää, auch yy scheint es zu geben, mir schmerzen die Augen.
Steht es im Fußball 2:2, heißt das kaksi-kaksi, da ist mir 1:1 lieber, das ist dann yksi-yksi.
Ach ja, und Radarkameras wachsen hier zu Hauf.

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